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Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis

Was ist Japanische Enzephalitis?

Japanische Enzephalitis ist eine durch das Japanische-Enzephalitis-Virus verursachte Gehirnentzündung1, die vor allem in Südostasien und im westlichen Pazifikraum vorkommt.2 Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken der Gattung Culex (vor allem Culex tritaeniorhynchus).1 Der Mensch ist ein Endwirt. Eine Weiterverbreitung durch ihn ist nicht möglich.1

Verbreitung und Risikogebiete weltweit2

Japanische Enzephalitis ist bereits in 25 Ländern im asiatischen und westlichen pazifischen Raum verbreitet.2 Fast alle Länder in Risikogebieten haben die Japanische-Enzephalitis-Impfung in nationale Impfprogramme inkludiert, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.4

Verbreitungsgebiete Japanische Enzephalitis
Risiokogebiete für Japanische Enzephalitis2 , Abbildung erstellt durch CSL Seqirus

Welche Reisenden sind gefährdet, an Japanischer Enzephalitis zu erkranken?

  • Reisende in Risikogebiete in Asien und im westpazifischen Raum5
  • Reisende, die häufig in Risikogebiete reisen5
  • Reisende, deren konkrete Reiseroute, Aktivitäten oder Reisedauer noch unklar ist5
  • Langzeitreisende (z.B. ≥1 Monat) in Risikogebiete5
  • Kurzzeitreisende (z.B. <1 Monat) – abhängig von Reisezeit, Outdoor-Aktivitäten, Aufenthaltsort (Nähe zu ländlichen / landwirtschaftlichen Regionen) und Art der Unterkunft5

Japanische-Enzephalitis-Symptome: Krankheitsverlauf und Langzeitfolgen

Schätzungen zufolge treten weltweit jedes Jahr etwa 100.000 klinische Fälle auf.1 In Deutschland ist die Erkrankung selten und tritt ausschließlich bei Reiserückkehrern auf (Inzidenz: 1 pro Million Reisende).3

Etwa 1 von 250 Infizierten entwickelt schwerwiegende Symptome. Schwere Verläufe können zu Krampfanfällen, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen und bleibenden neurologischen Schäden führen. Die Sterblichkeit liegt bei bis zu 30 % und viele Überlebende tragen bleibende Schäden davon.1

Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis behandeln: Welche Therapie gibt es?

Es gibt keine spezifische Behandlung gegen Japanische Enzephalitis. Es kommt lediglich eine symptomatische Behandlung zum Einsatz.1,7,11

Eine symptomatische Japanische Enzephalitis zu überleben ist keiner Genesung gleichzusetzen.9 Wer eine Japanische Enzephalitis überlebt, trägt meist Folgen davon.

Japanische Enzephalitis vorbeugen: Schutz und Präventionsmaßnahmen

Da es keine spezifische Behandlung gegen Japanische Enzephalitis gibt, kommt der Vorbeugung eine besonders große Bedeutung zu.1,7,11 Die Prävention stützt sich vor allem auf:1,8

  • eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis1,11
  • konsequenten Insektenschutz - Insektenschutzmittel, Moskitonetze, Klimaanlagen, Ventilatoren, Tragen langer und heller Kleidung1,8
  • die Vermeidung von Reisanbaugebieten und stehenden Gewässern1,11
  • Vorsicht bei Aufenthalten in der Nähe von Schweinehaltungen oder Wasservögeln1,11
  • eingeschränkte Aktivitäten im Freien während der Dämmerung und Nacht1,11
  • Reisen außerhalb der Hauptübertragungszeiten1,11
  • Schutz in der Unterkunft - geschlossene Fenster oder Insektenschutzgitter, Verwendung von elektrischen Verdampfern oder Mückenspiralen im Innenraum1,11
  • Eine Reisemedizinische Beratung vor der Reise ist wichtig, um das individuelle Risiko einzuschätzen.11
  1. WHO. Fact Sheets. Japanese Encephalitis. August 2024. Online verfügbar: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/japaneseencephalitis (letzter Zugriff November 2025).
  2. CDC 2025. Verfügbar unter: https://www.cdc.gov/japanese-encephalitis/data-maps/index.html (letzter Zugriff: Januar 2026).
  3. Epidemiologisches Bulletin 14/2025.
  4. Vannice KS, et al. The future of Japanese encephalitis vaccination: expert recommendations for achieving and maintaining optimal JE control. NPJ Vaccines. 2021; 6:82. 
  5. Centers for Disease Control and Prevention. Risk factors for Japanese Encephalitis Among Travelers. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/japanese-encephalitis/media/pdfs/Infographics-Risk-Factors-508-Posted-on-web.pdf (letzter Zugriff: Februar 2026).
  6. CDC. Japanese Encephalitis vaccines: Recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP). Reccomendations and Reports. July 19,2019. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/68/rr/rr6802a1.htm (letzter Zugriff: Januar 2026).
  7. Gavi. Vaccine profiles: Japanese Encephalitis. Online verfügbar: https://www.gavi.org/vaccineswork/routine-vaccines/extraordinary-impactjapanese-encephalitis (letzter Zugriff: Februar 2026).
  8. Solomon T, et al. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2000;68:405-415.
  9. Centers for Disease Control and Prevention. Yellow Book 2026; Section Japanese Encephalitis. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/yellowbook/hcp/travel-associated-infections-diseases/japanese-encephalitis.html (letzter Zugriff: Januar 2026).
  10. Campbell GL. Bull World Health Organ. 2011;89:766-774E. 

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